Rindercarpaccio

In Harry’s Bar in Venedig versorgte Giuseppe Cipriani Mitte des 20. Jahrhunderts die Reichen und Berühmten mit seinen leckeren Cocktails – darunter Alfred Hitchcock und Charlie Chaplin. Eines Tages klagte eine Contessa, dass ihr die Snacks auf der Karte nicht zusagen; ihr Arzt hatte empfohlen, rotes Fleisch zu essen, aber der Contessa war es zu zäh und schwer verdaulich. Daraufhin erfand Cipriani das Rindercarpaccio – benannt nach dem venezianischen Maler Vittore Carpaccio, dessen Bilder eine ähnliche Sprache wie das Fleisch auf dem Teller sprachen –, das sich bald in der ganzen Welt verbreitete. Weitere Geschichten über die Klassiker der Küche finden Sie im Callwey Buch „Wie die Helene zur Birne kam“ – jetzt aber erst einmal das Rezept zum feinen Fleisch:

Rindercarpaccio Rezept mit Rosmarin | Vorspeise  | Wie die Helene zur Birne kam | James Winter | Callwey

Rindercarpaccio

Zutaten für 4 Personen:
3 große Rosmarinzweige
500 g Rinderfilet im Stück
Maldon-Meersalz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
100 g Babyspinat
Parmesankäse (auf Wunsch)
Olivenöl

Für das Dressing
2 Eigelb
4 EL Olivenöl
1 EL Dijonsenf

Zubereitung:
Den Rosmarin fein hacken und zusammen mit einer Handvoll Maldon-Meersalz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer über das Rinderfilet streuen. Das Fleisch auf einem Brett rollen, damit es rundum überzogen ist und dann auf jeder Seite 10 Sekunden in einer heißen Pfanne scharf anbraten.
Das Rindfleisch in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten ins Gefrierfach legen – so lässt es sich später leichter schneiden.
Das Rindfleisch aus dem Gefrierfach nehmen und in dünne Scheiben schneiden, jede Scheibe mit der glatten Messerseite hauchdünn klopfen.
Die Dressingzutaten in einer Schüssel mischen, bis das Dressing sämig wird, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf jedem Teller eine Handvoll Spinatblätter verteilen, etwa vier Scheiben Rindfleisch darauf legen und mit dem Dressing beträufeln. Nach Belieben mit gehobeltem Parmesan bestreuen.

Weitere inspirierende Rezepte mit interessanten Geschichten aus dem Callwey-Kochbuch „Wie die Helene zur Birne kam“:
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