Sehnsuchtsort Tegernsee

Der Tegernsee fasziniert durch seine Schönheit und die kulinarischen Angebote, die sich direkt an ihn anschließen. Sowohl deftig als auch süß kann man es sich zwischen den endlosen Bergen und dem malerischen See gemütlich machen. Doch wo genau findet man den besten Braten oder wo kann man am komfortabelsten übernachten? In Zusammenarbeit mit Autor Franz Kotteder und mit der Unterstützung des Tegernseer Tal Tourismus kommen im Buch „Der Tegernsee“ alle Insidertipps und wissenswerte Informationen zusammen. Anhand von fünf Städten und Gebieten rund um den Tegernsee werden die schönsten Lokale, Hotels oder auch DER Ort für den besten Rodelschlitten vorgestellt, die man für den nächsten Besuch einplanen sollte. Untermalt wird die kulinarische Reise mit besonderen Bildern des Fotografen Enno Kapitza.

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Winterstimmung am Tegernsee. Foto: Tegernseer Tal Tourismus GmbH.

Gut Kaltenbrunn in Gmund

Gmund wird von unserem Autor auch als „das Tor zum Tegernsee“ beschrieben: Das Tal ist eine wunderschöne Gegend, die den Blick auf den See eröffnet und mit vielen Betätigungsfeldern ein echter Magnet für Natur- und Aktivitäten-Liebhaber. 1075 wurde Gmund das erste Mal urkundlich erwähnt, es hat eine starke Vergangenheit, die geprägt ist von vielen Herrschaftswechseln und individuellen Geschichten einzelner bekannter Persönlichkeiten.

Auch eine lange Geschichte, viel Tradition und eine großartige Aussicht: neben hervorragender Bewirtung und natürlich leckerem Essen hat das Gut Kaltenbrunn viel zu bieten. Das Wirtshaus besitzt neben der Wirtshausstube und der zugehörigen Bar auch einen Innenhof, in dem es sich nach einer Wanderung in der Umgebung hervorragend erholen lässt. In Zusammenarbeit mit Gastro-Unternehmer Michael Käfer entstehen hier köstliche Speisen: mit regionalen Zutaten werden bayrische Gerichte gekocht, die man mit Ausblick über den See genießen kann. Definitiv ein Ausflugsziel, das sich lohnt!

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Gut Kaltenbrunn, ein Wirtshaus der Extraklasse. Foto: Enno Kapitza.
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Seeblick von der Terrasse. Foto: Enno Kapitza.
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Die Knusprige Bauernente vom Gut Kaltenbrunn. Foto: Enno Kapitza.
Knusprige Bauernente mit Kaltenbrunner Gutshonig lackiert

Zutaten für 4 Personen: 

1 ganze Ente

Salz

etwas edelsüßes Paprikapulver

2 EL Kaltenbrunner Gutshonig

Für die Füllung:

1 Zwiebel, grob geschnitten

1/2 Sellerieknolle, grob geschnitten

2 Boskop-Äpfel, grob geschnitten

2 Karotten, grob geschnitten

2 EL getrockneter Majoran

Zubereitung:

  1. Ganze Ente waschen, von überschüssigem Fett befreien und die vorderen Flügelknochen entfernen. Die Ente innen und außen mit Salz und edelsüßem Paprikapulver würzen. Die Zutaten für die Füllung gründlich vermengen, die Ente anschließend füllen und in ein passendes Gefäß geben.
  2. Für den Garprozess den Ofen auf 120° vorheizen. Die gefüllte Ente 60 Minuten bei 100°C und 50 Prozent Luftfeuchte garen. Anschließend 60 Minuten bei 140° und 90 Prozent Luftfeuchte weitergaren. Zum Schluss bei 220°C etwa 30 Minuten überkrusten. 15 Minuten vor Schluss mit Kaltenbrunner Gutshonig lackieren und Fertigbraten, bis die Ente eine goldbraune Farbe hat.

Klinik am Alpenpark in Bad Wiessee

Bad Wiessee, der Kurort zu Füßen des Karwendelgebirges, wird seinem Ruf, der Gesundheit förderlich zu sein, durchaus gerecht: 1441 wurde die berühmte Quelle entdeckt, aus der das „Quiriniusöl“ gewonnen wurde, welches gegen Fieber und Ausschlag helfen sollte. Doch es kommt noch besser. Als Heilbad wurde Wiessee 1909 eingestuft, als man bei Bohrungen auf die bis heute stärkste Jod-Schwefel-Quelle Deutschlands stieß. Entspannung und Erholung erfährt man hier also auf alle Fälle.

Der Tegernsee überzeugt nicht nur mit traditionell-bayrischen Restaurants: auch eine sehr besondere Einrichtung ist für ihre Küche berühmt. Die Klinik im Alpenpark, umgeben von einem 20.000qm großen Park, hat für ihre Gäste ein außergewöhnliches Angebot. Ein Zugang zum See, 85 Zimmer und 35 Suiten – schon baulich ist die Klinik ungewöhnlich, doch natürlich gehört zur Heilung mehr als eine gesunde Umgebung. Daher hat sich die Klinik einer Ernährung gewidmet, die gesund ist und Spaß macht: regionale Zutaten, abwechslungsreiche Gemüse- und Obstsorten, ofenfrisches Brot. So soll sicher gestellt werden, dass sich Gäste und Patienten hier wohlfühlen, egal wie lange der Aufenthalt dauert. Chefkoch Angeloussis hat sich ganz dieser Philosophie verschrieben. Auch im Inneren des Restaurants ist das spürbar: gemütlich ist es eingerichtet, nicht steril, sondern einladend.

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Die Kurklinik im Alpenpark mit traditionellem Baustil. Foto: Enno Kapitza.
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Chefkoch Athanasios Angeloussis beim Kreieren seiner Gerichte. Foto: Enno Kapitza.
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Stylischer Loungebereich. Foto: Enno Kapitza.

 

Erste Tegernseer Kaffeerösterei in Kreuth

In der südlichsten Gemeinde des Tegernsees sind nicht nur Bergsteiger willkommen: Kreuth, seit 2018 offiziell „Bergsteigerdorf“, empfängt auch Skiläufer, Fahrradfahrer, Kletterer und Loipengeher. In der wunderschönen und gut erhaltenen Natur lässt sich so einiges unternehmen. Und wer nach einem sportlichen Tag etwas erschöpft sein sollte, der hat gleich mehrere Möglichkeiten, hervorragend einzukehren. Eine davon stellen wir hier vor:

Nachmittags einen heißen aromatischen Kaffee in Seenähe genießen, geht auch: im Café Felix – der ersten Tegernseer Kaffeerösterei. Doch hier gibt es nicht nur Kaffee, sondern auch alles, was dazu gehört: stilvolle und gemütliche Café-Atmosphäre, spannende Eigenkreationen aus dem Haus und Qualität wohin das Auge reicht. Der Inhaber und Betreiber Mario Felix Liebold hat mit dem Café Felix sein Hobby zum Beruf gemacht und seine Leidenschaft für guten Kaffee in jeden Winkel des Cafés ausgebaut: ob fairer Kaffee aus Kenia, Produkte aus der Region oder eigens kreierte Schulungen und Führungen durch die Manufaktur. Als Kaffeegenießer wird man hier auf jeden Fall fündig! Wie man u.a. einen Indian Coffee Masala oder einen Orangen-Safran-Espresso zu Hause nachmachen kann, erfahrt ihr in diesem Rezept der Woche!

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Kaffeespezialitäten aus dem Café Felix - der ersten Tegernseer Kaffeerösterei. Foto: Enno Kapitza.
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Kaffee mal anders zubereitet. Foto: Enno Kapitza.

 

Herzogliches Bräustüberl in Tegernsee

Zeitlos elegant und schick, so beschreibt unser Autor die Stadt Tegernsee. Es ist die älteste und kleinste Gemeinde am See, dafür um so reicher an Geschichte und Kultur. Die Kulisse am See zog schon immer Künstler und Schriftsteller an, auch Ludwig Thoma ließ sich hier nieder. Und auch kulinarisch hat die Stadt natürlich einiges zu bieten. Am Südostufer des Sees findet man das seit 1675 bestehende Herzogliche Bräustüberl. Wirtshaus-Tradition steht im Vordergrund mit Gerichten aus der Region, 40 Stammtischen und Platz für fast 600 Gäste.

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Wirt Peter Hubert mit Frau Caterina. Foto: Peter Hubert GmbH & Co. KG Bräustüberl Tegernsee.
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Bräubazi mit Zwiebeln und Breze - die hauseigene Variante. Foto: Enno Kapitza.

 

Berghotel Altes Wallberghaus in Rottach-Egern

Rottach-Egern ist ein Ort für Genießer. Die Landschaft am Tegernsee ist schon einmalig, Rottach-Egern setzt mit seinem Hausberg, dem Wallberg, noch einen drauf und bietet für Besucher eine großartige Möglichkeit, einfach eine Auszeit zu nehmen. Und was gehört zu einer richtigen Auszeit? Natürlich, das passende Essen und eine entspannte Atmosphäre. Wo ihr das findet? Zum Beispiel hier:

Zeitlos schön lädt das Berghotel Altes Wallberghaus in die Berge ein. Auf 1512 Metern Höhe lässt es sich nicht nur gut übernachten, auch Skifahren, Wanderungen und deftige Bergküche, die vom Küchenchef Klaus Dietrich kreiert wird, machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis. Nachkochen ist mit dem Kaspressknödel-Rezept auch kein Problem!

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Berghotel Altes Wallberghaus mit Landschaftseindrücken. Foto: Enno Kapitza.
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Foto: Enno Kapitza.
Kaspressknödel

Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel

250g trockenes Weißbrot

100g Butter

Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskat

1/2 l Milch

4 Eier, geschlagen

150g geriebener Bergkas

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und erbsengroß würfeln. Das Weißbrot möglichst klein schneiden und in einer großen Schüssel verteilen.
  2. Zwiebelwürfel in der Butter glasig anschwitzen und mit Salz, Pfeffer und Muskat sehr kräftig würzen. Mit der Milch ablöschen, die Milchkurz aufkochen lassen und die Zwiebelmilch über das Brot gieren. Abdecken und ca. 15 Minuten ziehen lassen. Dann die geschlagenen Eier und den Käse dazugeben und zu einer gleichmäßigen Masse verarbeiten.
  3. Anschließend aus der Brotmasse gleichmäßige Rollen drehen, in ein Küchentuch wickeln, verknoten und das Ganze in Salzwasser ca. 20 Minuten köcheln. Herausnehmen, erkalten lassen, in Scheiben schneiden und abbräunen.
  4. Die Kaspressknödelscheiben auf Teller verteilen, mit geriebenem Bergkäse bestreuen und mit einem mit Balsamicodressing marinierten Wildkräutersalat servieren. Dazu separat einen Joghurt-Kräuter-Dip reichen.
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Foto: Peter Prestel

Weitere tolle Rezepte, Insidertipps und Informationen rund um den Tegernsee findet Ihr im Buch!