Der Frühling kommt und die Sehnsucht steigt

Die Vögel zwitschern, die Wiesen und Wälder blühen und die Sonne erwärmt unsere Herzen mit jedem Tag ein bisschen mehr. Umso größer wird das Verlangen, endlich wieder hinauszugehen und die Natur in all ihren Facetten zu genießen. Und wo könnte man das besser, als in einem der größten Naturwunder der Welt – den Alpen.

Kitzbühel als der perfekte Ausgangspunkt

Im Allgemeinen wird Kitzbühel durch das berühmte Hahnenkammrennen mit winterlichen Aktivitäten in Verbindung gebracht. Doch auch in den restlichen Jahreszeiten bietet der Ort etliche Möglichkeiten für wunderschöne Freizeitaktivitäten. Mit unserem neuen Titel Zu Gast in Kitzbühel laden wir Sie herzlichst ein, die schönsten Seiten des Ortes zu entdecken. Begleiten Sie uns zu ausgiebigen Spaziergängen in der Natur, lernen Sie unvergleichliche Orte kennen und kehren Sie mit uns in haubengekrönte Restaurants, traditionelle Wirtshäuser und urige Almhütten ein. Und für Alle, die nicht genug von den leckeren Köstlichkeiten der Kitzbüheler Küche bekommen können, verraten uns die einheimischen Köche ihre unwiderstehlichen Lieblingsrezepte zum Nachkochen für Daheim – Frühlingsgefühle garantiert!

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Der echte Moosbeerschmarrn* auf der Seidlalm (*Heidelbeeren)

In Kitzbühel wird der Begriff Gastfreundschaft noch richtig gelebt, denn hier soll sich wirklich jeder Gast wohlfühlen. Dass die Einheimischen dabei an Witz und Empathie nicht zu übertreffen sind, hat unsere Autorin Conny Pipal am eignen Leib miterlebt. Um uns einen kleinen Einblick in den Kitzbüheler Alltag zu gewähren, erzählte sie uns folgendes Erlebnis:

Anekdote von Conny Pipal

Nun, es war tatsächlich so, dass wir von jedem Tag, den wir in Kitzbühel verbrachten, eine lustige oder aufregende Geschichte zu erzählen hätten. Jene aber, die wir mit der Lisi vom Hahnenkammstüberl erlebt haben, hat ganz sicher – im wahrsten Sinne des Wortes – den meisten Speed. Und so hat es sich zugetragen:

Zugegeben, um eine Terminkollision zu vermeiden, war es mir gerade recht, dass Jan und ich nicht zu Fuß den Hahnenkamm erklimmen mussten, sondern dank der Wirtin Lisi mit dem Auto zur ihrer Hütte hinauffahren durften. Als sie uns dann noch mit den großzügigen Worten ‚I fohr eich vor‘ – frei übersetzt ‚Ich fahre vor euch, damit ihr auch wirklich bei mir oben ankommt‘ – einlud, hinter ihr hinauf zu fahren, schien der Tag gerettet. So starteten wir nach einer herzlichen Begrüßung unten bei der Hahnenkammbahn-Bergstation und los ging’s. Schon nach den ersten Kurven legte die Lisi einen Gang, ach, was sage ich, gefühlte zehn Gänge, zu. Ihr Mini-Jeep hinterließ eine riesige Staubwolke, die uns schlichtweg die Sicht nach vorn und kurz auch die Aussicht auf ein Ankommen nahm. Doch so schnell wollte Jan nicht aufgeben, schaltete auf Spurensuche und nahm trotz abgefahrener Reifen tapfer die Verfolgung auf.

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Lisi, ein waschechtes Original, wie es im Buche steht

Doch wer die Lisi kennt, weiß, so was lässt die taffe Wirtin nicht auf sich sitzen und stieg nochmal aufs Gas.  Angesichts des Abhanges zu unserer Linken und der dichten Bewaldung zu unserer Rechten erkannten wir den Ernst der Lage und sprachen per Video unsere – vielleicht – letzten Worte. Dass wir dann schlussendlich doch noch heil angekommen sind, mag, so Gott will, an meinem stummen Hilfeschrei gen Himmel gelegen haben.

Tja, und Eines wissen Jan und ich wie das Amen im Gebet: Ein Lebtag lang werden wir nie mehr Lisis lauten Lacher vergessen, als sie uns erzählte, dass sie eine richtig rasante Autorennfahrerin war, bevor sie Almwirtin wurde.  Auch Jan und ich hatten bald wieder ein Lächeln auf den Lippen, denn der Kaiserschmarrn, den uns die Lisi ganz flott zubereitete, schmeckte einfach großartig!“

 

Zu Gast in Kitzbühel

Wen diese kleine Anekdote bereits zum Schmunzeln gebracht hat, den erwarten noch viele weitere tolle Geschichten in unserem kulinarischen Reiseführer. Dabei lassen wir keine der vielseitigen Facetten von Kitzbühel aus – von urban und urig, trendig und traditionell, bis hin zu schick und charmant ist für Jedermann was dabei.

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Und wir garantieren, Kitzbühel ist allemal ein Besuch wert!

Fotonachweis: Jan Hetfleisch