3 Konzepte der Gartengestaltung

Umgeben von Hecken, Sträuchern und bunter Blütenpracht lässt sich wunderbar entspannen und zur Ruhe kommen. Durch liebevolle Gestaltung wird ein das Fleckchen Grün zur persönliche Ruheoase,  Familienzentrum oder Treffpunkt mit Freunden.

Was einen Garten zum Traumgarten macht, ist allerdings sehr individuell. Ein Garten ist Wohnraum und Wohlfühlort und sollte daher auf Ihre Bedürfnisse und Vorlieben zugeschnitten sein. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei endlos: Ob natürlich, klassisch, modern oder romantisch – entscheidend ist, dass Sie sich wohlfühlen.

Wir stellen Ihnen drei verschiedene Stile vor und zeigen Umsetzungsideen Deutschlands erfolgreichster Gartenprofis. Zwar verfügt nicht jeder über  endlose Grünflächen, aber auch in einem kleinen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, lassen sich diverse Elemente integrieren. Manchmal haben schon kleine Gestaltungstipps oder bestimmte Pflanzen große Wirkung. Lassen Sie sich inspirieren!

 

Natürlicher Garten
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Üppiger Kräutergarten und Rasen mit Wildblumen-Streifen sehen nicht nur schön aus, sondern bieten auch artenreichen Lebensraum

Bei der Planung eines solchen Gartens sind zwei wesentliche Faktoren zu berücksichtigten: Biodiversität und naturnahe Materialien. Stars jedes Naturgartens sind seine Planzen. In abwechslungsreicher Vielfalt dürfen sie auf unberührte Weise sprießen. Denn das große Ziel eines natürlichen Gartens ist es, artenreiche Lebensräume zu schaffen. So ziehen beispielsweise Kräutergarten oder Wildblumen Insekten und andere kleine Lebewesen an. Auch Stauden und Gräser verstärken den ökologischen Mehrwert. Je mehr Vielfalt, desto besser.

Darüber hinaus zielt die Verwendung nachhaltiger, natürlicher Materialien auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck ab. Hier können Holz und Natursteine helfen, um den Garten zu strukturieren und einzelne Bereiche von einander abzutrennen.

Lebendig und trotzdem ästhetisch – trotz seines wilden Charakters bedarf ein Naturgarten sorgfältiger Planung. Der Aufbau des Gartens sollte strukturiert, aber trotzdem luftig sein. Darüber hinaus helfen Kenntnisse über die Bedürfnisse der Pflanzen und ihrer ökologischer Zusammenhänge, um eine sinnvolle Anordnung finden. Auf diese Weise kann sich Flora und Fauna in ordnenden Strukturen entfalten. Dabei braucht es vor allem eins – Geduld. Denn natürliche Gärten brauchen Zeit, um sich zu entwickeln und entfalten. Zudem sind sie im stetigen Wandel – und genau das ist ein wunderbares Erlebnis!

Moderner Garten
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Präzise eingesetzte Materialiät und klare Symmetrie treffen auf kraftvolle Natur

Modernes Design zeichnet sich aus durch Zurückhaltung, Minimalismus und klare Linien. Dies gilt für Mode, Kunst, Interieur-Design, aber auch für die Gartengestaltung. Denn auch hier schaffen klare Linien und Symmetrien ein stimmiges Gesamtbild.

Ein Hauptmerkmal moderner Gärten ist die klare Gliederung, die Leichtigkeit und Eleganz anstrebt. Geometrisch angelegt und aufs Wesentliche reduziert, strahlen Sie Offenheit, Ruhe und Ästhetik aus. Dafür können Sie erstens auf eine minimalistische Gestaltung mit präzisen Kanten setzen. Und zweitens bei der Auswahl der Materialien auf schlichte, grobe Materialien zurückgreifen. Große schlichte Platten oder Beton eignen sich hier beispielsweise besonders gut. Bei der Farbgestaltung dominieren schlichte, kühle Töne, die zum Teil durch bunte Akzente ergänzt werden können.

Da es in einem modernen Garten vor allem um ein ästhetisches Gesamtbild geht, spielen Pflanzen eine eher untergeordnete Rolle. Eine reduzierte Pflanzenverwendung sorgt für Leichtigkeit und lässt Formen und Materialien im Vordergrund wirken.

 

 

Mediterraner Garten
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Natürliche Materialien wie heller Sandstein verleihen dem Garten eine unverwechselbare Atmosphäre

Ein mediterraner Garten sorgt für Urlaubsfeeling im eigenen Garten. Mit den passenden Pflanzen und Gestaltungsideen lässt sich im Handumdrehen das Sehnsuchtsziel in den Garten holen. So sorgen Lavendelbeete beispielsweise für die duftende Brise der Provence und Terracotta-Töpfe für die Wärme Italiens. Charakteristisch sind das Gefühl von Sonne und Wärme, welches durch Pflanzen und Materialien versprüht werden.

So holen Sie sich sonniges Urlaubsfeeling Nachause: Ein sehr wichtiger Faktor bei der Anlegung eines mediterranen Gartens sind die verwendete Materialen. Hierbei stehen Naturmaterialien in warmen, erdigen Tönen im Vordergrund: Natursteinmauern, Heller Sandstein, Kies, Terracotta, natürliches Holz. Hier lässt sich wunderbar mit verschiedenen Materialien spielen. Darüber hinaus helfen Dekoration und bauliche Elemente Akzente zu setzen. Kleine Mosaike, gusseiserne Gartenmöbel oder eine schattenspendende Pergola können eine ganz persönliche Note in Ihren Garten bringen.

Hauptakteure sind auch hier die Pflanzen: Olivenbaum, Oleander oder Zitrusbäume kommen einem dabei schnell in den Sinn. Diese sind allerdings nur bedingt winterhart und bedürfen besonderer Zuwendung. Beetpflanzen wie Kräuter und Stauden sind hingegen unkompliziert und lassen sich bedenkenlos pflanzen. Vor allem Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Oregano bereichern jeden mediterranen Garten – optisch, aber auch durch Duft und Geschmack. So kann der nächste Sommer kommen!

 

Weitere Inspiration ausgezeichneter Gartenprofis finden Sie in Gärten des Jahres 2021. Ein Buch das zum Schmökern und Staunen einlädt und mit vielen hilfreichen Informationen zu Bepflanzung und Architektur die perfekte Inspirationsquelle für persönliche Gartenprojekte darstellt. Wir wünschen viel Spaß beim Gärtnern!

 

Fotonachweis: Josef Dietziker, Manuel Sauer, Ferdinand Graf Luckner