Lokale Geheimtipps

Bier- & Burgerkult Geheimtipps

Wir lieben ja stylische Bars und Lokale und sind immer auf der Suche nach neuen Geheimtipps für die nächste Afterwork-Redaktionssause. Sobald also ein neues Buch mit innenarchitektonisch wertvollen Projekten bei uns erscheint, wird es für die Lokal-Recherche zweckentfremdet. Tatsächlich finden sich im neuen bdia Handbuch Innenarchitektur 2017/18 einige Gastronomie-Juwelen, die wir gern besuchen würden… Zwei davon stellen wir exklusiv in nachfolgenden Bildstrecken vor:

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Der Gast erhält in der Showküche von Bareburger organic & all natural burgers Einblicke in die Verarbeitung der Rohprodukte

Geheimtipp 1: Bio-Gourmet-Burgerrestaurant

„Bareburger organic & all natural burgers“ in Frankfurt am Main legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, Ökologie und die Herkunft der verwendeten Produkte. Dieser konzeptionelle Leitfaden spiegelt sich auch in der Innenarchitektur wider, in der Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien, Möbel und Leuchten. Das Bio-Gourmet-Konzept stammt aus den USA. Es gibt momentan ca. 40 Restaurants, hauptsächlich in New York und Umgebung. Das Restaurant in Frankfurt ist das erste in Europa und wurde vom Innenarchitekten Ingo Haerlin und seinem Büro Design in Architektur geplant.

Bareburger-Aussenbereich
Der Aussenbereich des Restaurants Bareburger organic & all natural burgers, Frankfurt am Main
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Im Gastraum gibt es für jeden Gast den passenden Sitzbereich - Nischen als Rückzugsort, lange Tafeln und flexible Tischgruppen.
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Im Zentrum steht die Bar mit angeschlossener Showküche. Der Raum wird belebt von der Wertigkeit und Authentizität der Materialien.

Geheimtipp 2: Bier-Kultur-Bar

Mit dem „Keimkasten“ ist ein Stück Großstadt in das Nachtleben Neuöttings eingezogen.Wo sich bis in die 80er Jahre ein Teil seiner Mälzerei befand, öffnete  Müllerbräu Neuötting nun mithilfe von Innenarchitektin Veronika Kammerer und ihrem studio lot diese außergewöhnliche Bar. Im Eingangsbereich bilden faszinierende Relikte aus der Zeit, als dieser Gebäudeteil noch Mälzerei war, den Auftakt. Über einer Glas-Luke in der Decke ragen die hohen Gersten-Silos auf. Das Herzstück bildet ein länglicher Gewölberaum, in dem sich die beiden Keimkasten-Becken befinden. Schaukästen erzählen mit Stücken aus dem Brauereifundus von der langen Geschichte des Müllerbräus.

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Unscheinbar sitzt die neue, rostrote Metalltür in der alten Brauereifassade - einzig der Leuchtkasten lässt einen Bar-Geheimtipp erwarten.
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An vier Stellen wurden die Keimbecken aufgeschnitten und zugänglich gemacht. Eingangs durchschreitet man einen raumbildenden Seekiefer-Kubus.
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Der Sitzbereich im linken Keimkasten: Industriefliesen, Stahl, Beton und gekalktes Mauerwerk prägen den industriellen Charakter der Bar.

Ein paar Worte zum Buch

Das Callwey Handbuch Innenarchitektur des bdia (Bund Deutscher Innenarchitekten) präsentiert sich 2017/18 im brandneuen Look des bdia Corporate Designs. Das überraschend andere Kleid umhüllt eine wie gewohnt herausragende Auswahl professionell geplanter Innenarchitektur-Projekte. Diese überzeugen durch klare Konzepte, höchsten Anspruch und individuelle Schönheit.

Hinter den schönen Schein geblickt

Ob Neubau einer Firmenzentrale, Umbau eines denkmalgeschützten Klosters, Gestaltung eines Bio-Burgerrestaurants oder Konzeption einer Bier-Kultur-Bar – alle Objekte wurden von den InnenarchitektInnen und MitgliederInnen des bdia geplant und realisiert. Wie viel Können, Erfahrung, Arbeit und Geschick ein solch schönes Projekt letztendlich erfordert, erläutern bdia ExpertInnen beim Blick hinter die Kulissen des schönen Scheins. Geheimtipps inklusive.