Menü zum Mitfiebern

ANPFIFF AM ESSTISCH

Gutes Essen und guter Fußball haben mehr gemeinsam als man denkt. Beides lebt von der Gemeinschaft, vom richtigen Timing und davon, dass man es am liebsten mit Menschen teilt, die genauso mitfiebern wie man selbst. Fernando, Autor des Buchs Mexiko mi Amor, hat ein Menü zusammengestellt, das einen mit seinem Geschmack direkt zu den Spielen nach Mexiko bringt und genau diesen Abenden gerecht wird: Sharing, Leichtigkeit und trotzdem Tiefe. Alles, was einen langen Spieltag trägt.

Wer die Rezepte nachkochen möchte, findet sie alle in Mexiko mi Amor.

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Wir starten klassisch mit Guacamole, frisch zerdrückte Avocado mit Limette, Koriander und einem leichten Chili Kick ist der perfekte, unkomplizierte Einstieg, damit die ersten Minuten des Spiels entspannt beginnen können. Dazu eine Salsa Roja aus gerösteten Tomaten, Chiles und Knoblauch, die Tiefe und Schärfe reinbringt und alles verbindet.

Guacamole

Für ca. 400–500 g

Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten; Schwierigkeitsgrad: leicht

ZUTATEN

2–3 reife Avocados,

1 kleine Tomate, gewürfelt (ohne Fruchtfleisch),

¼ weiße Zwiebel, fein gehackt, frischer Koriander (optional),

Saft von 1 Limette,

grobes Salz und Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

  1. Die Avocados halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen.
  2. In einer Schale mit einer Gabel grob zerdrücken – die Guacamole darf sichtbar Struktur behalten.
  3. Tomate, Zwiebel und Koriander untermischen.
  4. Mit Limettensaft, grobem Salz und etwas Pfeffer abschmecken.
  5. Zum Aufbewahren den Avocadokern in die Schale legen und die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie bedecken – so wird Oxidation weitgehend verhindert.
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© Max Bublak

 

Als Herzstück kommen Frijoles Puercos, cremige Bohnen mit Speck und Chorizo. Intensiv, ehrlich und genau das, was in Mexiko oft als Basis für den ganzen Tisch dient. Zum Ausgleich und zum Anstoßen auf die Tore der eigenen Mannschaft gibt es eine Agua de Limón: frisch, leicht und genau richtig für lange Spieltage.

Frijoles Puercos

Für 8 Portionen

Vorbereitungszeit: ca. 2-3 Stunden; Kochzeit: ca. 30 Minuten; Schwierigkeitsgrad: mittel

ZUTATEN

ca. 350 g ungekochte Bohnen (z. B. Flor de Mayo, Peruano oder schwarze Bohnen),

150 g Bacon, gewürfelt,

150 g Chorizo, in Scheiben,

100 g gegarter Schweinebauch, klein gewürfelt,

1 kleine Zwiebel, gewürfelt,

2 Knoblauchzehen, fein gehackt,

1 frischer Chili (z. B. Jalapeño oder Serrano), fein gehackt,

2 Tomaten, gewürfelt (alternativ: 150 g passierte Tomaten),

1 TL Oregano (alternativ frischer Epazote),

Salz nach Geschmack

 

ZUBEREITUNG

  1. Die Bohnen gründlich waschen und auf mögliche Steine oder beschädigte Exemplare prüfen. Wer möchte, legt sie über Nacht in reichlich Wasser ein – das verkürzt die Zubereitungszeit und macht sie bekömmlicher.
  2. Die Bohnen mit 2,5 l Wasser in einen großen Topf geben, traditionell in eine Olla de Barro (Tontopf).
  3. Ohne Salz zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 2–3 Stunden bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind. Falls nötig, während des Kochens heißes Wasser nachgießen.
  4. Erst am Ende das Salz einrühren und die Bohnen weitere 10–15 Minuten ziehen lassen, damit sich das Aroma voll entfaltet.
  5. Die gekochten Bohnen mit etwas Sud bereitstellen.
  6. In einem großen Topf Bacon, Chorizo und Schweinebauch ohne zusätzliches Fett anbraten, bis alles gut gebräunt und leicht knusprig ist. Das Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
  7. Im verbliebenen Bratfett Zwiebel, Knoblauch, Chili und Tomaten anbraten, bis die Zwiebeln weich sind und die Mischung aromatisch duftet. Den Oregano zugeben und kurz mitrösten.
  8. Die vorbereiteten Bohnen samt etwas Sud in den Topf geben, das vorgebratene Fleisch hinzufügen und alles gut vermengen.
  9. Bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis sich die Aromen verbunden haben.
  10. Zum Schluss mit Salz abschmecken.
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© Max Bublak

 

Zur zweiten Halbzeit kommen Tacos de Bistek auf den Tisch: kurz gegrilltes und fein gehacktes Rindfleisch auf warmen Tortillas, mit Zwiebel, Koriander und Salsa. Sehr direkt, sehr zugänglich und genau das, was man beim Spiel nebenbei essen will, ohne etwas zu verpassen.

Tacos de Bistek

Für 8–10 tacos

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten; Schwierigkeitsgrad: einfach

ZUTATEN

500 g Ribeye, am Stück oder in dünnen Scheiben,

8–10 frische Maistortillas,

1 weiße Zwiebel, fein gewürfelt,

1 Bund frischer Koriander, fein gehackt,

1 Salsa nach Wahl, z. B. Salsa Roja (siehe S. 50),

2–3 Limetten, in Spalten,

Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

  1. Das Ribeye trocken tupfen, großzügig salzen und pfeffern. Wenn am Stück, das Fleisch kurz vor dem Braten in dünne Scheiben schneiden.
  2. Eine schwere Pfanne stark erhitzen, etwas Öl hineingeben und das Fleisch portionsweise sehr heiß anbraten. Ziel sind kräftige Röstaromen – das Fleisch soll Farbe bekommen, nicht im eigenen Saft garen. Kurz ruhen lassen und anschließend grob hacken.
  3. Die Maistortillas auf dem Comal oder in einer heißen Pfanne kurz von beiden Seiten erhitzen, bis sie weich sind und nach Mais duften.
  4. Fleisch in die warmen Tortillas geben, mit Zwiebeln und Koriander bestreuen, etwas Salsa darübergeben und mit Limettensaft abschmecken
Frijoles Puercos-Tacos de Bistek
© Max Bublak

 

Den perfekten Abschluss bildet die Pie de Limón, ein No-Bake-Klassiker mit Keksboden und Limettencreme. Frisch, cremig und so leicht, dass man auch nach einem langen Spielabend noch problemlos zugreift. Und sollte die eigene Mannschaft gewonnen haben, lässt sie sich auch direkt als Siegertorte feiern.

Pie de Limón

Für 6–8 p ortionen

Vorbereitungszeit: ca. 10 Minuten; Zubereitungszeit: mind. 3 Stunden; Schwierigkeitsgrad: leicht

ZUTATEN

Saft von 4–5 Limetten (ca. 60 ml, frisch gepresst),

1 Dose gesüßte Kondensmilch (ca. 397 g),

1 Dose ungesüßte Kondensmilch (ca. 350–410 g, je nach Marke),

1 Packung Galletas Marías (alternativ Butterkekse)

 

ZUBEREITUNG

  1. Limettensaft frisch pressen – die Säure sorgt später für die natürliche Bindung der Creme.
  2. Gesüßte undungesüßte Kondensmilch und Limettensaft in den Mixer geben und mixen, bis die Masse leicht eindickt.
  3. Durch die Reaktion von Limette und Milch entsteht die typische, cremige Konsistenz – ganz ohne Kochen.
  4. Eine flache Auflaufform oder eine runde Glasform nehmen und abwechselnd schichten: eine Lage Kekse und eine großzügige Schicht Limettencreme. Dann wiederholen, bis die Creme verbraucht ist. Die letzte Schicht sollte Creme sein.
  5. Mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, kaltstellen, damit die Kekse weich werden und die Creme vollständig anzieht.
  6. Optional dekorieren mit Limettenscheiben, etwas Limettenabrieb, einem Hauch Zimt.
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© Max Bublak

 

In diesem Sinne: viel Spaß beim Nachkochen, Mitfiebern und Mitfeiern und möge euer Team genauso gut abliefern wie dieses Menü!