Carbonara für Caroline

Dieses Gericht bereitet die englische Autorin Ella Risbridger („Die Geschichte beginnt mit einem Huhn“) immer zu, wenn Sie sich mit ihrer besten Freundin trifft. Es wird dann ein langer Abend mit viel Reden und Lachen und einer deftigen Carbonara um Mitternacht. Obwohl es „genau die gleichen Geschmacksnerven trifft wie echte Carbonara“, ist das Rezept mit der Sahne, dem Knoblauch und dem Wein kein Original. Dafür gelingt es aber in jedem Fall.

Linguini Carbonara

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Das Rezept ist nicht ganz authentisch, dafür gelingt es immer

ZUTATEN für 2 Personen

  • 200 g Pancetta in Würfeln (oder Frühstücksspeck)
  • 1 Klecks Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwa 80 g Parmesan
  • 40 ml Sahne (oder zur Not Vollmilch)
  • 3 große Eier
  • 1 kleineres Glas Weißwein
  • etwa 200 g Linguine
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • falls du Wert darauf legst Salz
  • schwarzer Pfeffer

ZUBEREITUNG

Die Knoblauchzehen schälen und leicht mit einer Messerschneide andrücken. (Diesen Trick habe ich vom Halbblutprinzen gelernt: Bei ihm ging es zwar um Schlafbohnen und einen Trank der Lebenden Toten, aber es funktioniert hervorragend beim Knoblauch für die Carbonara.) Den Knoblauch zur Pancetta in die Pfanne geben und alles anbraten, dabei häufig umrühren.

Während das Schweineteil allmählich knusprig wird, Salzwasser (so salzig wie Meerwasser) in einem großen Topf bei hoher Temperatur zum Kochen bringen und massenhaft Parmesan reiben – für zwei Personen braucht man eine enorme Menge Käse, mindestens 80 Gramm. Die Sahne, die Eier, den größten Teil des Parmesans und eine irrwitzige Menge schwarzen Pfeffer in einem Rührbecher verschlagen.

Den Wein vorsichtig in die Pfanne mit der Pancetta oder dem Speck gießen – es wird beängstigend zischen. Genau so soll es sein. Was wir im Sinn haben, ist das, was Nigella einen „salzigen, weinigen Sirup“ nennt, und genau das bekommst du, wenn du die Sauce ein- kochen lässt.

Dein Wassertopf ist jetzt bereit für seinen großen Auftritt. Gib die Pasta hinein und koch sie, bis sie al dente ist. Unterdessen immer wieder den Wein-Knoblauch-Schweinespeck-„Sirup“ umrühren, der immer dicker wird. Die Pasta abgießen, eine halbe Tasse des Kochwassers zurückbehalten und dann die Pasta in die Bratpfanne geben. Gründlich umrühren und ein bisschen vom Nudelwasser angießen, damit die Sauce besser an den Nudeln haftet. Die Pfanne vom Herd nehmen. Bekannt geben, dass du jetzt mit Essen im Anmarsch bist.

Ein wenig von dem Nudelwasser in die Sahne-Ei-Käse-Mischung einrühren – dadurch erwärmt sie sich und wird nicht zu Rührei –, dann die Mischung rasch in die Pfanne gießen und mit der Pasta vermengen. Auf zwei Teller verteilen, wenn dir der Sinn nach guten Manieren steht. Falls nicht, esst aus dem Topf. Noch mehr (und mehr) schwarzen Pfeffer darübermahlen, mit (noch mehr) Parme- san bestreuen und ein bisschen Muskatnuss darüberreiben, wenn du welche dahast.

Illustration: Elisa Cunningham