SPÄTSOMMER IM GARTEN

Drei Aufgaben, die jetzt wichtig sind!

Der Spätsommer ist die Jahreszeit von warmen Rot-, Orange- und Gelbtönen, von ein oder zwei Spinnennetzen und Tautropfen am frühen Morgen. Auch die Uhrzeiten sind ein wenig angenehmer! Das Tageslicht bricht zwei Stunden später an als im Hochsommer, sodass man richtig ausschlafen kann. Der Spätsommer im Garten kann bittersüß sein: Das gesunde, kräftige Wachstum des Frühsommers ist abgeklungen, und in den Beeten kommt es zu sichtbaren Lücken. Hier kommen drei Tipps von den Profis, was jetzt zu tun ist.

1| Für nächstes Jahr vorsorgen

Samen reifen zu dieser Zeit in Hülle und Fülle. Holen Sie also Umschläge oder Papiertüten heraus und sammeln Sie den Saatgut-Vorrat für das nächste Jahr. Solltet Ihr genug Rittersporn, Lupinen oder Ringelblumen haben, dann die Samenköpfe rechtzeitig abschneiden, bevor sich die Samen in alle Ecken des Gartens verteilen. Bereits jetzt ins kommende Jahr vorauszudenken, mag den Anschein erwecken, als würden man gern auf einen Großteil des Jahres verzichten, aber das frühe Aussäen von Fingerhut oder Goldregen im Geräteschuppen ist eine gute Absicherung gegen Winterverluste und ein optimaler Auftakt für die Blütenpracht des nächsten Jahres.

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2| Farbe bis in den Herbst

Wenn der Garten langsam seine frühsommerliche Pracht hinter sich lässt, können spätsommerlich bepflanzte Töpfe die Lücken füllen und den Garten noch etwa einen Monat lang strahlen lassen. Der Spätsommer kann sehr warm sein, deswegen ist es – besonders bei Topfpflanzen – wichtig, weiterhin viel zu gießen. Bei sehr heißem Wetter muss eine Topfpflanze teilweise zweimal täglich gegossen werden, dies sollte man entweder früh morgens oder am Abend erledigen, damit kein kostbares Wasser durch Verdunstung verschwendet wird, wenn die Temperaturen gegen Mittag steigen.

Die Farben des Herbstes sind am heißen Ende der Farbskala angesiedelt (im Frühsommer dominieren Rosa, Blau und die helleren Farben, im Spätsommer dagegen kräftiges Rot, Gelb und Orange), sodass es vielfältige Möglichkeiten gibt, Töpfe mit peppigen, leuchtenden Blumen zu gestalten. Kombiniert mit beispielsweise Dahlien, Gräsern oder spätblühende Stauden.

3| Schnittblumen ernten

Auch der Schnittblumengarten ist im Spätsommer noch lange nicht erschöpft. Dahlien, Zinnien, Kosmeen und Sonnenhüte stehen nun in voller Blüte und sollten regelmäßig geschnitten werden – das regt viele Pflanzen dazu an, immer neue Knospen zu bilden. Am besten die Blumen am frühen Morgen oder am Abend ernten, wenn die Stiele gut mit Wasser versorgt sind. Die unteren Blätter entfernen und die Schnittblumen möglichst rasch in eine saubere Vase stellen. Auch Samenstände, Gräser und erste Zweige mit Hagebutten lassen sich nun zu lockeren, spätsommerlichen Sträußen kombinieren. Verblühte Blüten, die nicht für die Saatgutgewinnung vorgesehen sind, sollten weiterhin entfernt werden: So bleibt das Beet gepflegt und die Blütezeit verlängert sich oft bis weit in den Herbst hinein.

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