Jurysitzung R&B Designaward 2019

Kupfer, Kacheln und Kantinen

Würde ich mich in diesem Café wohl fühlen? Funktionieren die Stilbrüche zwischen Möbel und Wanddeko? Passen die Servietten zur Gästeklientel? Wird das Kellergewölbe hier gut genug ausgeleuchtet? Diese und viele, viele weiteren Fragen stellten wir uns, während wir die Unterlagen der Teilnehmer studierten. „Wir“ sind eine Jury bestehend aus

  • Ingrid Hartges, Geschäftsführerin DEHOGA Bundesverband
  • Verena Kaup, Innenarchitektin und Autorin
  • Claudia Schütz, Vizepräsidentin bdia Bund Deutscher Innenarchitekten
  • Johan Dehoust, Redakteur des bald erscheinenden Magazins „B-Eat“ von Gruner + Jahr
  • und mir, Michael Teodorescu, Chefredakteur des Gastro-Fachmagazins „24 Stunden Gastlichkeit
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Die R&B Jury v.l.n.r.: Johan Dehoust, Claudia Schütz, Ingrid Hartges, Verena Kaup, MIchael Teodorescu
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Die Jurysitzung fand in den Räumen des Callwey Verlags statt.

Die schönsten Restaurants, Bars und Bistros

Der Wettbewerb des Callwey Verlags, der zum ersten Mal auf die Suche nach den schönsten Bars und Restaurants geht, bewertet gastronomische Konzepte anhand ihres Designs. Eine spannende Herausforderung für uns, denn bei den 63 Teilnehmer war alles dabei: das Shabby Chic Hipster-Café, das elegante Fine Dining Restaurant, ja sogar das auf Wohlfühlatmosphäre getrimmte Betriebscasino (mehr davon, bitte!).

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Die Qual der Wahl aus 63 hochkarätigen Einsendungen

Passt das Design zum kulinarischen Konzept?

Einen ersten Eindruck sollten die eingereichten Fotos vermitteln. Sie zeigten Tische, Tresen und Terrassen, dazu noch bunte Stühle, kahle Betonwände und geflieste Böden. Nun zählt ja nicht alleine die Optik, sondern auch, ob die Einrichtung zum kulinarischen Konzept, zur Lage und der Zielgruppe passt. So lasen wir uns durch die Bewerbungen und stellten immer wieder begeistert fest, wie viel Persönlichkeit die Gastronomen zum Einrichtungskonzept des Betriebs beigetragen haben und wie viele Gedanken sich die Betreibe oder ihre Architekten gemacht haben, um ein Design zu finden, das zum kulinarischen Konzept passt.

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Heiße Temperaturen draußen, heiße Diskussionen drinnen

Wer wird „Germanys next Top-Restaurant“…?

Am Ende diskutierten wir viel – über zu viel oder zu wenig Kitsch, über zu schwarzen Beton oder zu blaue Kacheln, über zu viel Berlin und zu wenig Buxtehude. Aber, wir konnten uns einigen. Und „Germanys next Top-Restaurant“ wird … am 18. Mai auf der Internorga in Hamburg vorgestellt. Soviel sei schon mal verraten: es gibt nicht nur einen Gewinner. Ja, ein wenig Hipster ist dabei. Und ein bisschen Berlin auch.

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Alte Tradition: Anstoßen nach erfolgreicher Jurysitzung
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Neue Tradition: Jury-Selfie nach erfolgreicher Jurysitzung