Spaghetti mit Zwiebelcreme und Pecorino

Dieses Gericht zeigt die römische Küche in ihrer puristischen Form. Die Zwiebel steht im Mittelpunkt und wird in unterschiedlichen Texturen verarbeitet – als Sud, Creme und feines Pulver. Spaghetti nehmen das Aroma direkt beim Garen auf, während Pecorino Romano für Klarheit und Würze sorgt. Ein schlichtes, präzises Pastagericht, das aus wenigen Zutaten Tiefe entwickelt.

Spaghetti mit Zwiebelcreme und Pecorino

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FÜR 4 PERSONEN

ZUTATEN

500 g gelbe Speisezwiebeln (z. B. Montoro-Zwiebeln)
50 g Zwiebelpulver (selbstgemacht oder gekauft)
400 g Spaghetti
100 g Pecorino Romano, fein gerieben
Salz, schwarzer Pfeffer

ZUBEREITUNG

1 Die Zwiebeln schälen, dabei Schalen und Strünke nicht wegwerfen, sondern beiseitelegen. Diese werden später im Ofen oder Dörrautomat getrocknet und anschließend fein gemahlen, bis ein aromatisches Zwiebelpulver entsteht – dieses dient als Finish.

2 Die geschälten Zwiebeln in feine Julienne-Streifen schneiden und in einen Topf geben. Mit ca. 1 Liter Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten köcheln, bis die Zwiebeln weich sind und Geschmack abgegeben haben. Zwiebeln mit einem Schaumlöffel herausnehmen und beiseitelegen. Den entstandenen Zwiebelsud auffangen.

3 Die gegarten Zwiebeln in einem zweiten Topf bei mittlerer Hitze leicht einkochen, dann mit dem Pürierstab oder Mixer zu einer feinen Creme verarbeiten. Dabei nach Bedarf 50–100 ml des aromatischen Zwiebelsuds zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz abschmecken und warm halten

4 Die Spaghetti in einem Topf mit leicht gesalzenem Wasser halb gar kochen, dann in den heißen Zwiebelsud umbetten und darin al dente fertig garen, damit sie sich aromatisch vollsaugen. Zwischendurch bei Bedarf etwas Sud nachgießen.

5 Zum Servieren die Spaghetti als klassisches Nest auf die Teller setzen, je 1 Löffel Zwiebelcreme darüber geben und mit Pecorino Romano bestreuen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer verfeinern. Zum Abschluss kurz mit einem Küchenbrenner flambieren, sodass der Käse leicht schmilzt und eine zarte Kruste entsteht.

Fotocredit: Andrea Di Lorenzo