1. Welche Rolle spielt Eleganz in Deinem Alltag?

Im Beruf eine ganz große. Ich fühle mich besser, wenn ich weiß, dass ich stilvoll angezogen bin. Und aussehe wie eine schicke, erwachsene, seriöse Frau. Weiter gefasst bedeutet Eleganz aber auch der liebevolle Umgang mit den Mitarbeitern, mit Kunden, mit Personal.

2. Hast Du ein Stil-Vorbild? Wenn ja, verrätst Du uns, wer das ist?

Meine Mutter ist super angezogen. Mit 86 noch Jeans, Kaschmir-Pulli, Tods-Gommino und Hermes Gürtel. Sportlich-klassisch. Ich glaube ich habe mein Mode-Gespür von ihr geerbt – oder bei ihr abgeschaut.

3. Welches Kleidungsstück ist für Dich unverzichtbar?

Im Winter mein camelfarbener Teddycoat, er ist eine Visitenkarte, im Mantel kommt man ja – buchstäblich an. In der Freizeit trage ich ausschließlich Jogging Hosen. Meist aus meiner eigenen Kapsel Kollektion Glamometer x Juvia. Und dann natürlich die weiße Bluse! Ich bringe jede Saison ein neues Modell heraus, zusammen mit Seidensticker. Eine weiße Bluse macht jede Frau zack schick.

4. Worauf sollte man bei Kleidung achten, vielleicht gerade auch wenn man nicht viel Budget hat?

Schwarz sieht immer teuer aus, egal wie viel das Kleidungsstück gekostet hat. Lieber weniger, aber dafür gute Qualität kaufen. Und lieber Klamotten von Zara oder H&M, aber feine Schuhe, Tasche oder Gürtel. Und dann – jetzt kommt mein bester Stylisten Hack – alles, was frisch gebügelt ist, sieht teuer und hochwertig aus!!

5. Welchen Tipp gibst Du Menschen, die ihren eigenen Stil finden möchten?

Nach Vorbildern auf Instagram schauen – oder mein Buch lesen!

6. Was würdest Du Deinem Jüngeren Ich in Sachen Stil gerne raten?

Auch wenn es ein bissl eingebildet klingt: ich hab mir noch nie große Gedanken darüber gemacht, dass das, was ich anhabe, NICHT gut aussieht. Auch in meinen Zwanzigern, meiner Punker Phase mit lila Haaren und Stylings aus Plastik-Tischdecken sah ich ganz okay aus. Vielleicht ein bissl over the top, aber es war die Zeit und ich hatte das passende Alter dazu!

7. Gab es ein Kapitel oder ein Thema in Deinem Buch „Stil beginnt im Kopf“, das Dir besonders schwerfiel – oder besonders leicht?

Das Kapitel Neuanfang, also gleich das erste. Es war eine schwierige Zeit damals, ein Kapitel, dass ich eigentlich abgeschlossen hatte – und dann musste ich mich nochmal im Detail daran erinnern und alles aufschreiben.

8. Wie lautet Deine Trend-Vorhersage für diesen Winter? Und gibt es auch etwas, das Du Diesen Winter nicht (mehr) tragen wirst?

Kalorien Styling! Farben, die nach 1000 Kalorien klingen: Sahne, Nougat, Schokolade, ein köstlicher Bordeaux! Das sind die Farben der Saison!

9. Wie beeinflusst Social Media Dein Verständnis von Mode?

Ich informiere mich auf den internationalen Schauen, in Showrooms und bei Präsentationen. Ich komme tief aus der Branche, mich interessiert der wirtschaftliche Aspekt genau so wie die modische Vorhersage. Allerdings gucke ich auf Insta oder TikTok gelegentlich nach Trends. Ob ich die dann adaptiere… kommt darauf an!

10. Was ist für Dich der größte Stil-Irrtum?

Zu glauben, dass teuer immer gut sein bzw. stilvoll sein muß!