Barbara kocht

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Es klingt fast schon ein wenig beruhigend. Barbara Bonisolli hat auch einmal klein angefangen. Als sie noch in einer Münchner Stadtwohnung lebte, standen auf dem Balkon  nichts weiter als ein paar Töpfe. Mittlerweile kümmert sie sich um einen großen Gemüsegarten – ganz zu schweigen von den Laufenten, Hühnern und Bienenvölkern, die ihr ebenfalls gehören. In ihrer Sendung „Mein Leben auf dem Land“ hat sie bereits die Zuschauer an ihrem Leben inmitten der Natur teilhaben lassen. Nun schien es ihr an der Zeit, ihr gesamtes Wissen über den Küchen- und Gemüsegarten auf Papier zu bringen. Im Callwey Buch „Barbara kocht“ bekommt sie Gelegenheit, den Leser zu lehren, wie zart die Natur auf der Zunge vergeht.

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„Ich wünsche mir, dass die Leser einfach loslegen – sowohl, was das Kochen, als auch das Gärtnern angeht“, sagt Barbara Bonisolli. Dabei spiele es zunächst keine Rolle, wie viel Platz einem zur Verfügung stünde. Selbst in ihrer Stadtwohnung wollte die Foodfotografin auf das Garten-Gefühl aus ihrer Kindheit nicht verzichten. Kräuter, Tomaten – immer hatte sie Pflanzen, deren Erträge am Ende im Kochtopf landeten. „Natürlich kann man aufgrund des Platzmangels nicht dieselben Erträge erzielen wie in einem Garten. Aber man kann sich genauso verwirklichen und sein Wohlbefinden steigern“, betont die Callwey Autorin. Denn es gäbe nichts Besseres als das gute Gefühl, zu wissen, woher Lebensmittel kommen.

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Bis ein Garten auf die Größe angewachsen ist, dass er eine fünfköpfige Familie versorgen kann, vergeht Zeit, denn er erfordert permanente Aufmerksamkeit. Daher muss Barbara Bonisolli auch unter einem Lächeln gestehen, dass ihre Idylle auf dem Land rein gar nichts mit dem Arbeitstempo zu tun hat. Entschleunigt sei ihr Leben nicht, seit sie die Stadt verließ. Einen wichtigen Ratschlag hat sie dennoch für alle, die sich ihrem Lebensgefühl annähern wollen: „Wenn man sich mit ein paar Leuten den Garten teilt, findet sich immer jemand, der etwas ernten und verarbeiten kann. Das Gärtnern ist immerhin etwas, das man wunderbar zusammen erledigen kann, das einen auch zusammen bringt. Selbst in der Stadt gibt es allerlei Möglichkeiten, einen Acker oder ein kleines Gelände zum Gärtnern zu mieten. Grundsätzlich gilt natürlich, wenn man wenig Arbeit haben will, den Garten klein zu halten.“

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„Barbara kocht“ sollte kein kapriziöses Buch werden. Im Gegenteil: einfach und übersichtlich, ausgeklügelt und nach Jahreszeiten geordnet sowie reich an Rezepten, die nach Gemüsesorten sortiert sind, lauteten ihre Prämissen. Denn die Erträge aus dem Garten geben den Speiseplan vor – natürlich und saisonal. In unserem Gespräch blickt Barbara Bonisolli noch einmal zurück auf den Entstehungsprozess ihres Callwey Buches. Sie erzählt, wieso sie sich für das Landleben entschied und nun mehr als je zuvor weiß, wie Glück zu definieren ist. Direkteinsteigern in Barbara Bonisollis Erfahrungswelt steht ab sofort ihr Callwey Buch „Barbara kocht“ zur Verfügung.