Vom Leben auf dem Land

Ein Traum? Ja, ein Traum. Im Sinne von: wunderschön. Und nicht als Luftschloss. Denn den Traum von einem Selbstversorger- Garten, den setzen immer mehr Menschen um. Es muss ja nicht gleich die ganz große Lösung sein. Meine Frau und ich zum Beispiel, wir freuen uns mangels Platz schon diebisch über unsere zwei Kräuter-Beete. Gibt einer Soße schnell den besonderen Pfiff – und „unser“ Salbei hilft so mancher verstopfter Nase beim Inhalieren auf die Sprünge. Aber natürlich, man darf sich schon auch zur großen Lösung hinträumen. Die zum Beispiel unsere Autorin und Food-Fotografin Barbara Bonisolli für sich und ihre fünfköpfige Familie gefunden hat: Rausziehen auf’s Land, um ihr Leben im Einklang mit der Natur zu gestalten.

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In Barbara kocht nimmt sie uns mit auf eine Reise durch ihren Landgarten, über prächtige Gemüsebeete und duftende Streuobstwiesen bis hinein in ihre Küche. Sie erklärt anschaulich und nach Jahreszeiten gegliedert, wann und wie welche Gemüse- und Obstsorten am besten angepflanzt werden und gibt wertvolle Tipps aus ihrem reichen Erfahrungsschatz. In Sonderkapiteln wird zudem gezeigt, wie man seinen eigenen Honig imkert und köstliches Sauerteigbrot oder auch Butter selber herstellt.

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Mit insgesamt 100 einfachen wie raffinierten Rezepten zeigt sie dem Leser, wie man seinen Speiseplan ganz selbstverständlich nach der Saison richtet und die erzeugten Lebensmittel mit viel Liebe zu ganz besonderen Gerichten verarbeitet. Und erzählt von dem wunderbaren Gefühl, für sich selbst zu sorgen und sich natürlich und gesund zu ernähren.

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Ob unkomplizierte, schnelle Gerichte für jeden Tag, ein komplettes Menü für einen schönen Abend unter Freunden oder neue Klassiker für Kinder – was bei Barbara Bonisolli und ihrer Familie auf den Tisch kommt wurde größtenteils selbst angepflanzt und geerntet! Wer möchte, kann ihr dabei auch zusehen. TNT Glitz zeigt ab dem 11. Mai neue Folgen von Mein Leben auf dem Land mit Barbara Bonisolli – immer sonntags, um 19:40 Uhr. Das ist dann bereits die dritte Staffel, die nun auch über sky und Kabel zu empfangen ist.

PS: Auch wir leben unseren Traum – und ziehen im Sommer auf’s Land; damit wir zu den Kräutern dann auch noch die Kartoffeln haben …

Und hier noch ein Rezept, das sich schnell umsetzen lässt und genau richtig ist für einen lauen Früh-Sommertag:

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Maispuffer mit Kräutercreme

Zutaten (für 4 Personen)
3–4 Maiskolben (Nettogewicht der Maiskörner 350 g)
Salz
1 Ei
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
80 g Bergkäse
3 EL Mehl
2 EL Butter
Für die Kräutercreme:
220 g Quark (40% Fett i. Tr.)
80 g Joghurt
1 TL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Handvoll gemischte Kräuter
(z. B. Zitronenmelisse, Schnittlauch, Rucola, Petersilie)

• Maiskolben in reichlich Salzwasser 20–30 Minuten kochen. Herausnehmen, leicht abkühlen lassen und die Körner mit einem Messer vorsichtig vom Kolben schneiden. Es werden etwa 350 g benötigt.
• 100 g Maiskörner mit Ei, 1 Prise Salz und Pfeffer mixen.
• Den Käse reiben. Mit Mehl und den restlichen Maiskörner in den Teig rühren.
• In einer beschichteten Pfanne 8 runde Mais-Fritter beidseitig in der Butter ausbacken.
• Für die Kräutercreme Quark mit Joghurt, Zitronensaft und Olivenöl glattrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
• Die Kräuter waschen, trocken schütteln, hacken und erst ganz zum Schluss über den Quark geben.

(Bilder von Barbara Bonisolli und Ulrike Myrzik)