Spaß mit Vierbeinern am Welthundetag

Kaum hat man sein Herz an einen Hund vergeben, ist das Leben ohne kaum noch vorstellbar. Thomas Niederste-Werbeck erzählt im Vorwort von „Vom Glück mit Hunden zu leben“ von seinem ersten Hund: „Seine Gesellschaft machte mich glücklich und entspannt. Dieses Gefühl des Glücks ist es, das wir Hundefreunde anderen Menschen voraushaben. Wir haben jeden Tag etwas zum Lächeln. Gründe dafür gibt es genug: Wie uns der Hund bezirzt. Wie lustig er sich im Gras wälzt. Wie fröhlich er über die Wiese rennt. Wie wach er aufhorcht. Wie freundlich er uns begrü.t. Wie süß er bettelt. Und wie beleidigt er sein kann, wenn er mal leer ausgeht.“ Daher zelebrieren wir unsere vierbeinigen besten Freunde am Welthundetag mit einigen persönlichen Anekdoten unserer Protagonist:innen.

Gipfel des guten Geschmacks

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© Jasmin Khezri

 

Die fröhliche Beagle-Hündin Polly lebt mit Frauchen Jasmin Khezri und Familie in München. „Sie ist sehr liebesbedürftig, nur draußen geht sie gerne ihre eigenen Wege und vergisst dann schnell, was sie gestern erst gelernt hat“, verrät die Künstlerin über ihren Vierbeiner.

Die Deutsch-Perserin, die unter anderem in England und Frankreich aufwuchs, lebt mit ihren Kindern, Ehemann und der achtjährigen Beagle-Dame Polly in einer großzügigen Dachgeschosswohnung im Münchner Stadtteil Bogenhausen. „Wir haben Polly aus einer Zucht in Niedersachsen, ihr Cousin Eliot hat auch in München ein Zuhause gefunden“, erzählt die Künstlerin. „Der Blick des Beagles hat uns bezaubert. Leider habe ich mich nicht ausführlich im Vorfeld erkundigt, was diese Rasse noch so mit sich bringt. Ich bin in einer Familie mit vielen Hunden aufgewachsen, um die sich allerdings immer meine Mutter gekümmert hat. Nun hatte ich plötzlich mit dem Beagle einen Hund, der unabhängig seinen Weg geht, der eine Meute braucht und jagen möchte. Es ist eine Aufgabe, die uns als Familie immer herausfordert. Aber Polly hat einen sehr liebenswerten Charakter und ist ein großartiger Familienhund. Nur im Wald und in der Natur hat sie ihre eigenen Ansichten.“

Jasmin Khezri studierte an der renommierten Parsons School of Design in Paris und Los Angeles und arbeitete als Artdirector für Zeitschriften wie das ‚Jetzt‘-Magazin oder ‚Marie Claire‘. Jeder Winkel ihres Zuhauses spiegelt ihren exquisiten Geschmack wider. Sie kombiniert die unterschiedlichsten Stile, von Gartenstühlen aus den 50er-Jahren, die im Wohnzimmer stehen, über Stoffe von Pierre Frey, Flohmarktfunde aus London bis zu Designklassikern. „Es ist ein Mix aus antik, klassisch und modern“, erklärt die Gestalterin. „Eine Zusammenstellung aus Möbeln und Gegenständen unserer Familien, Objekten und Kunst, die wir uns in den verschiedenen Lebensphasen und Stationen zusammengesammelt haben. Seit Kurzem auch Dinge aus der Irmas World Home Collection: Vasen, Keramik, eine Decke.“

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© Jasmin Khezri

 

„Mein Trick, um Pollys Vorliebe für Polstermöbel zu bremsen? Am liebsten schläft sie auf unseren Sofas und Sesseln, daher muss ich jeden Abend über Nacht alles mit Büchern belegen.“

 

Wolfgangs Wille geschehe… ?

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© Paul Günther

 

„Wolfgang ist ein Rottweiler, gefangen in einem 4,5 Kilo schweren Körper“, verrät die Journalistin und Late-Night-Talkerin Ariane Alter über ihren prachtvollen Zwergdackel, der am liebsten in den Armen seiner schlagfertigen Besitzerin thront.

Jetzt sorgt die gebürtige Berlinerin, die in München lebt, mit ihrer Show „Late Night Alter“ auf ZDFneo für Schlagzeilen. Und wird von der Presse als äußerst unterhaltsamer Host gefeiert, die immer wieder relevante Themen aufgreift. Wie ist die Moderatorin, die dafür berühmt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, auf den Dackel gekommen?

„Ich bin mit einem Rauhaardackel aufgewachsen. Daher kenne und liebe ich diese Rasse seit meiner Kindheit. Es macht mich sehr glücklich, einen Dackel zu sehen. Die fröhliche Art und der ulkige Körperbau bringen mich immer zum Lächeln – und so geht es anderen Menschen auch. Ich werde so oft mit Wolfgang angesprochen.“

Wolfgang ist eigentlich Brite. Er kam etwa 1,5 Autostunden von London entfernt zur Welt. „Die Züchterinnen nannten ihn Tiny, weil er der Kleinste im Wurf war. Seine Farbe heißt Blue Tan. Und da ich eigentlich einen Dackel und einen Weimaraner haben wollte, der Weimaraner aber viel zu groß für mein Leben ist, ist Wolfgang die perfekte Kombination.“

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© Paul Günther

 

„Wolfgang trägt, wenn jemand in die Wohnung kommt, sehr gern Schuhe von A nach B und es sieht sehr lustig aus, wenn er zum Beispiel einen Moonboot schleppt, der doppelt so groß ist wie er selbst.“

 

Hochherrschaftliches Hundeglück

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© Julia Marie Werner

 

Wer Robert Freiherr von Süsskind und seine Ehefrau Sabine auf Schloss Dennenlohe mit seinem prachtvollen Landschaftspark besucht, verliert innerhalb von Sekunden sein Herz: an die fünf Airdales und den Lakeland Terrier der Familie. Die sechs Hunde sind die wahren Herrscher des malerischen Schlosses Dennenlohe!

„Wir haben seit unserer Verlobung Airdales“, erzählt Sabine Freifrau von Süsskind. „Aktuell Paule aus unserem dritten Wurf, er ist fast 13. Line (3) und die Welpen Enys, Lotte und Yodine, sie sind gerade 6 Monate alt. Außerdem – in lebenslanger Pflege wegen schlechten Stadtbenehmens – Bailey, einen Lakeland Terrier. Er ist 7.“

Mit nur 25 Jahren übernahm Robert, der achte Freiherr von Süsskind, das Schloss, eines der schönsten Barockensembles im süddeutschen Raum, das zwischen Dinkelsbühl und Gunzenhausen liegt. Seit 1994 an seiner Seite: seine Ehefrau Sabine, gemeinsam haben sie die Zwillinge Emilie und Victor. Warum sich das Paar für die Hunderasse Airdale begeistert? „Sie sind verspielt, eigenständig, anhänglich und ruhig. Wir haben uns für Airdales entschieden, weil sie sich gut in einer Gruppe halten lassen, anders als Foxterrier. Und sie sind angenehm lässig im Umgang mit anderen Hunden“, schwärmt die Schlossherrin, während es sich die Hunde um sie herum bequem gemacht haben. Die Tiere sind ihre ständigen Begleiter, folgen ihr in jedes Zimmer des Schlosses. Erbaut wurde das Ensemble

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© Julia Marie Werner

 

Stilvoll und Hundegerecht wohnen – geht das?

„Ja klar. Hunde machen zum Beispiel den Boden dreckig, wenn sie aus dem Garten kommen. Mein Tipp: Parkett und Solnhofener Marmor statt Teppichen. Und wenn Sie sich einen Teppich kaufen, dann einen dunklen. Wir haben einen schwarzen in der Bibliothek. Hunde beißen gerne ab und zu antike Tische an, wenn sie klein sind. Danach hat man allerdings zehn Jahre Ruhe und kann alles einrichten, wie man will.“

„Ein Leben ohne Hund? Schwer vorstellbar. Weil niemand neben einem ist, der sich tagtäglich freut, wenn man sich um ihn kümmert. Wenn man wieder nach Hause kommt oder mit ihm ins Auto steigt.“