Schöne neue Arbeitswelten

Designprinzipien der Arbeitswelt 4.0

Meeting 9.00 Uhr morgens im Baumhaus, Telefonkonferenz 11.30 Uhr in der Seilbahngondel und anschließend Lunch und Tischtennis mit den Kollegen unter’m Olivenbaum. Was sich nach Traumwelt anhört ist heute in immer mehr Unternehmen selbstverständlich – und das schon lange nicht mehr nur bei Google & Co im sagenumwobenen Silicon Valley. Doch sind solch wunderbar neue Arbeitswelten bei weitem nicht nur dem Feel-Good-Management der Arbeitgeber geschuldet. Vielmehr sind sie bewiesenermaßen der Schlüssel für mehr Kreativität und Innovation – die Kernkompetenzen moderner Arbeit. In ihrem Buch Space for Creative Thinking formulieren die Autoren Christine Kohlert und Scott Cooper nun zum ersten Mal allgemeingültige Designprinzipien, die aus einem Büro eine wahre Kreativ-Schmiede machen. Wir stellen die wichtigsten hier vor:

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Im Headquarter von Moneypenny in Wrexham (UK) steht ein echtes Baumhaus für Meetings bereit.

Hauptsache Komfort

Nur wer sich wohlfühlt, der kann zur Höchstform auflaufen, seiner Kreativität freien Lauf lassen und seine Ideen mit anderen teilen. Dazu gehören neben bequemen, ergonomischen Sitzgelegenheiten, guter Luft und guter Akustik natürlich das richtige Licht, positive Farben und ansprechende Materialien . Zudem hängt ein hoher Wohlfühlfaktor auch davon ab, ob es ein entsprechend gestaltetes Angebot für Kommunikation, Arbeiten in der Gruppe, konzentriertes Arbeiten alleine aber auch zur Erholung gibt.

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Gemütlich – Einer von vielen Bereichen zur lockeren Kommunikation bei Telenor in Norwegen.
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im schwedischen Karolinska Institut gibt es kleine offene "Hütten" für Teamarbeit.
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Zum Abhängen in der Pause oder auch zum konzentrierten Arbeiten geeignet: Hängende Sitzmöglichkeiten bei Google Zürich.
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Für kreatives Arbeiten unerlässlich: Pausen, in denen man sich ausruht oder mit den Kollegen eine Runde zockt.

Flexibilität ist eine Notwendigkeit

Genauso wie von uns Arbeitnehmern immer mehr Flexibilität erwartet wird, müssen moderne Arbeits- und auch Lernumgebungen flexibel sein und ihren Nutzern verschiedene Möglichkeiten anbieten – je nach dem was diese eben gerade brauchen. Eine Teeküche sollte, wie ein „Marktplatz“, auch Raum für den Ideenaustausch unter Kollegen bieten.

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Flexibilität ist wichtig: die Teeküche bei booking.com in Salzburg ist so groß, dass der Tisch auch für Meetings genutzt wird.

Natur am Arbeitsplatz wirkt Wunder

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass wir am effizientesten in einer Umgebung arbeiten, die von der Natur und von natürlichen Formen geprägt ist. Ein direkter Zugang zur Natur spielt bei der Planung moderner Lern- und Arbeitswelten deshalb eine wichtige Rolle. Das können begrünte Innenhöfe und Dachgärten sein, oder man holt die Natur gleich nach drinnen. Wobei man hier weniger an den einsamen Ficus neben dem Schreibtisch denken sollte, als vielmehr an begrünte Büroräume, die Gewächshäusern eines Botanischen Gartens gleichen. Denn das sorgt nicht nur für gutes Raumklima sondern soll auch die Kreativität der Nutzer ankurbeln.

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Viel grün fördert erwiesenermaßen Kreativität und Produktivität, wie beispielsweise bei Hugo Boss in Metzingen.
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... oder wie hier im Jools Headquarter in Amsterdam - wo die Mitarbeiter in Indoor-Gärten arbeiten können.

Space for Creative Thinking ist seit Mai 2017 auf englischer Sprache erhältlich.