Essen für heiße Tage

Der Sommer ist zwar dieses Jahr etwas durchwachsen, doch wir in der Redaktion haben die Hoffnung auf ein paar heiße Tage noch nicht aufgegeben! In dieser Woche zeigt sich die Sonne hoffentlich noch ein mal von ihrer guten Seite und verwöhnt uns mit warmen Strahlen. Für manche bedeuten warme Sommerabende nur eins: ran an den Grill! Doch manch anderen ist so schon heiß genug, ohne dass sie Grill, Herd oder Ofen benutzen müssen, um Familie, Freunde oder nur sich selbst mit leckeren Gerichten zu versorgen.

Für diejenigen haben wir etwas ganz besonderes: am 17.09.2019 erscheint das neue Buch „Nur Salat.“ im Callwey Verlag. Die ungarische Autorin Éva Bezzegh begleitet uns ein ganzes Jahr lang mit den besten Salatrezepten, passend zu Jahreszeiten und den in dieser Zeit sprießenden Gemüse- und Obstsorten. Denn Salat muss nicht immer grün sein – er kann auch mal knallbunt sein, wie zum Beispiel der Bulgur-Salat. Und gerade im Sommer muss der Salat nicht nur Beilage beim wöchentlichen Grillen sein, sondern kann auch mal die Hauptrolle als Hauptgang spielen. Schnell zuzubereiten, frisch im Geschmack und fast immer kalt zu genießen, klingt nach der perfekten Sommermahlzeit, oder nicht? Als einen kleinen Vorgeschmack auf „Nur Salat.“ zeigen wir euch hier schon vorab drei Rezepte, die die heißen Tage hoffentlich erträglicher machen…

Schön bunt: Der Bulgursalat mit Pflaumen, Ziegenfrischkäse und Rucola

Ein leckerer Salat ganz ohne das Grünzeug: mit Bulgur als Basis ist dieser Salat sättigend und leicht im Magen zugleich. Und die Kombination von Pflaume und Ziegenkäse…was sollen wir dazu noch sagen? Mit einer leichten Abwandlung wird dieser Salat sogar zum Frühstück!

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Ein Schmaus für Augen und Magen: Der Bulgursalat.

Zutaten für 4 Personen:

  • 100 g Bulgur
  • Saft von 3 Orangen
  • 1/2 kg Pflaumen
  • 100 g Rucola
  • 1 Bund Petersilie, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 cm frischer Ingwer, gerieben
  • 50 ml Walnussöl, ó TL Zimt
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 EL Balsamessig
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 50 g Pistazienkerne, grob gehackt
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Bulgur gründlich spülen und mindestens 3–4 Stunden, besser über Nacht, im Saft von 2 Orangen ziehen lassen. Schneller, aber weniger schmackhaft ist es, den Bulgur mit kochendem Wasser zu übergießen und ziehen zu lassen, bis er die ganze Flüssigkeit aufgenommen hat.
  2. Den garen, abgekühlten Bulgur mit einer Gabel auflockern. Die Pflaumen waschen und halbieren, entsteinen und in Spalten schneiden.
  3. Rucola und Petersilie waschen, trocken schütteIn und in einer großen Schüssel mit dem Bulgur vermengen.
  4. Den restlichen Orangensaft mit Knoblauch, Ingwer, Öl, Zimt, Ahornsirup und Balsamessig verrühren, unter den Salat ziehen und mit Salz und Pfeffer würzen. Sofort den Ziegenfrischkäse darüberbröckeln und mit den Pistazienkernen bestreut servieren. Wenn Sie den Salat zum Frühstück essen wollen, ersetzen Sie den Käse durch geröstete Kokosflocken.

Ausgefallen: Quinoa-Grünkohl-Salat mit Heidelbeeren, Mandeln und gerösteten Haferflocken

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Mal was Neues: Haferflocken als Salat-Topping.

Was erst einmal kompliziert klingt, ist ein wahrer Alleskönner: der Quinoa-Grünkohl-Salat kann als ausgefallenes Frühstück, oder aber als leichtes Mittag- oder Abendessen überzeugen. Wer sich etwas traut, tischt den Salat auch mal als herzhaft-süßen Nachtisch auf…

Zutaten für 4 Personen

  • 50 g Quinoa
  • 200 g Grünkohl, die Blätter fein geschnitten
  • 100 g Heidelbeeren
  • Saft von 1/2 Limette
  • 2 EL Traubenkernöl
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 EL Haferflocken
  • 50 g Mandeln
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Quinoa gründlich spülen und in der doppelten Wassermenge bissfest garen. Abgießen, abkühlen lassen und mit Grünkohl und Heidelbeeren mischen.
  2. Limette, Öl und Ahornsirup verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing gründlich unter den Salat ziehen.
  3. Die Mandeln ohne Fett in einer Pfanne rösten und grob hacken. Die Haferflocken ebenfalls rösten und über den Salat streuen.
  4. Dieser Salat geht mit einem Glas frisch gepressten Saft, Obst- oder Gemüse-Smoothie oder einer schönen Limonade ohne Weiteres als Frühstück durch, aber auch als leichtes Mittagessen oder Abendessen oder als abschließendes Dessert eines Menüs.

Knackiger Kräutersalat mit Fenchel und Gurke

Ein bisschen Grün muss sein: dieser Salat sieht nicht nur gesund aus, er enthält auch nur die besten Zutaten und kann hervorragend als Beilage oder Hauptspeise gereicht werden. Essbare Blüten verleihen nicht nur optische den zusätzlichen Kick.

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Klassisch grün und doch ganz anders.

Zutaten für 4-6 Personen

  • 2 Bund Minze, 2 Bund Koriandergrün, 2 Bund Petersilie, 1 Bund gemischte Kräuter (Basilikum, Estragon, Schnittlauch, Dill)
  • 2 Handvoll Selleriegrün
  • 200 g Rucola
  • 1 Fenchelknolle mit Fenchelgrün
  • 1 Mini-Gurke
  • 1 EL Fenchelsamen
  • 1 EL Pistazienkerne
  • 1 EL Mandelkerne
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Sesam
  • 50 ml Kürbiskernöl
  • Saft von 1 Limette
  • 1 EL Balsamessig
  • essbare Blüten zum Dekorieren
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kräuter waschen und abtropfen lassen. Die Blätter von den Stielen zupfen und große Blätter zerkleinern. Mit dem Rucola mischen.
  2. Fenchel und Gurke waschen und bei beiden die Stiel- und Blütenansätze abschneiden. Den Fenchel halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Gurke mit dem Gemüseschäler in lange, dünne Streifen schneiden. Alles in einer großen Schüssel mischen.
  3. Die Fenchelsamen ohne Fett in einer Pfanne rösten, bis sie duften, dann im Mörser zerstoßen.
  4. Die Kerne und den Sesam in derselben Pfanne goldbraun rösten und grob hacken.
  5. Für das Dressing Öl und Limettensaft verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat damit vermischen und mit Kernen und Samen bestreuen. Mit den essbaren Blüten dekorieren.

 

Fotos: Renata Török-Bognar für Nur Salat.